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„der Mai ist gekommen …….. der Baum steht“ – Amerang hat wieder einen Maibaum

Bei traumhaftem Wetter (so wia se des ghert) wurde am 1. Mai wieder ein Maibaum in der Ameranger Ortsmitte aufgestellt.

Nach wochenlangen Vorbereitungen, der Baum war schon seit Monaten in Händen der Diebe aus Evenhausen und Stephanskirchen, bereiteten die Ortsvereine in den letzten Apriltagen das Maibaumfest vor. Zimmerer, Schreiner und Helfer hatten die neuen Figuren angefertigt, Cordula Türk bemalte Sie in wochenlanger, mühsamer Arbeit in hellen und frischen Farben.

Und nachdem man sich auch mit den Maibaumdieben einig wurde, stand dem großen Fest nichts im Wege, auch wenn man in den Tagen davor noch wegen des Wetters zitterte.

Aber dann war es soweit, am 1. Mai in der Früh packten alle aus den verschiedenen Vereinen mit an und stellte Zelte für die Küche, Schenke und Kaffee und Kuchen auf, bestuhlte den ganzen Gemeindeplatz und nach einem bärigen Weißwurstfrühstück wartete man auf die Gäste und die Sonne hellte die Mienen aller Beteiligten.

Zuvor ließ man noch die Wallfahrer durch und dann auch noch die Maibaumdiebe mit dem Maibaum, aber dann wurde der Platz komplett abgesperrt, die restlichen Garnituren auf die Straße gestellt und schon kamen die ersten Besucher. Und es kamen immer mehr, der Platz füllte sich zusehends und um Punkt 12.00 Uhr zogen die Maibaumdiebe mit dem Maibaum ein. Voran die Ameranger Dorfmusik, die Vereins- und Gemeindevertreter und dahinter zogen die schweren Rösser vom Hiebl den Maibaum, begleitet von einer großen Schar Evenhausener und Stephanskirchner (da waren nicht mehr viele zu Hause).

Unter dem Kommando von Korbinian Hainz, Helmut Olenik und dem Maier „Paminger“ Hans jun. wurde der Baum in die Halterung eingebracht und langsam mit „Schweiben“ aufgestellt. Zwischendurch traten die Kinder der Kindergärten Amerang und Evenhausen mit den Trachenkindern zusammen auf und tanzten den Auftanz. Anschliessend sangen die Kindergartenkinder noch auf der Mauer stehend den inzwischen zahlreichen Gästen  ein Lied.

Die Kinder- und Jugend des Trachtenverein und die Aktiven tanzten und plattelten während sich der Baum langsam in die Höhe hob. Die vielen Helfer aus den Vereinen hatten alle Hände voll zu tun, um die hungrigen und durstigen Zuschauer zufrieden zu stellen.

Flott waren die Aufsteller, denn schon kurz nach 14.00 Uhr war er in der Senkrechten und wenig später kam die Obinger Feuerwehr mit der großen Leiter und es wurde Figur für Figur am Baum angebracht. Zu guter Letzt kamen die Maibaumdiebe und befestigten noch „Ihr“ Schild.

Inzwischen war auch der neue Landrat, Wolfgang Berthaler eingetroffen und feierte mit der riesigen Menschenschar ein großes Maibaumfest. Bis zur Maiandacht schaffte man es nicht, den Platz ganz leer  bekommen, aber bis es Dunkel wurde, war der Platz wieder völlig aufgeräumt und die Helfer und Arbeiter konnten sich dem feiernden Volk beim Augustiner anschliessen.