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im überfüllten Rechl Saal ein Heimatabend statt ,der vom Festverein und der Festmusikkapelle Hohenaschau gestaltet wurde. Am Gaufestsonntag war dann nach einer ganzen Woche Regenwetter herrlicher Sonnenschein, so daß die teilnehmenden Trachtenvereine und Zuschauer das Dorf füllten. H.H. Pfarrer Reiter gab der Fahne, die den Verein 5.000 Reichsmark kostete, die kirchliche Weihe in der Pfarrkirche. Am Nachmittag fand der Festzug mit 20 Trachtenvereinen und 2 Musikkapellen statt.

Als nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten die Vereinsarbeit eingestellt wurde kamen die Wirren des 2. Weltkriegs und lichtete auch die Reihen unseres Vereins. Nach dem Krieg war es wieder Engelbert Stellner der zusammen mit Josef Voit und Anderl Eisner die Jugend  für die Trachtensache begeisterte. In dieser schwierigen Zeit war das Anschaffen einer Tracht nicht einfach, oftmals wurden Militärmäntel zu Trachtenjoppen umgearbeitet.1953 organisierte Schriftführer Joachim Voit einen Ausflug in den Schwarzwald ,wobei die Aktiven und die Musikkapelle Amerang in einigen Gaststätten mit großen Erfolg aufgetreten sind. .Angespornt durch die schöne Fahrt fuhr man auch 1954 und 55 nach Kapellrodeck, mietete  dort eine Turnhalle und hielt  einen Heimatabend ab, zu denen jeweils ca. 600 Besucher kamen.1954 stellte sich Engelbert Stellner nicht mehr zur Wahl. 2. Vorstand Josef Voit und Kassier Korbinian Hainz bewarben sich um das Amt des Vorstands und erst nach zwei Wahlgängen setzte sich Hainz mit einer Stimme Mehrheit durch. Die neue Vorstandschaft machte sich dann gleich ans Werk und bewarb sich um das Gautrachtenfest 1955 und bekam auch den Zuschlag. Am Gaufestsonntag war ganz Amerang auf den Beinen, um das 19. Gautrachtenfest, verbunden mit dem 35jährigen Gründungsfest, zu feiern.

Pfarrer Fischer zelebrierte am Vormittag den Festgottesdienst, am Nachmittag zogen 1400 Trachtler, sechs Musikkapellen und zwei Festwägen durch den Ort. Den Meistpreis erhielt der GTEV Unterwössen mit 122 Teilnehmern; vor lauter Freude über ihren Sieg und ihren Preis vergaßen die Unterwössener dann ihre Fahne in Amerang.

Unser Verein beteiligte sich zu dieser Zeit oft und sehr stark an Veranstaltungen wie Trachtenfesten,  Fronleichnam und Primizen; ebenso war man im Verein sehr aktiv und veranstaltete Almtänze, Vereinsausflüge und Christbaumversteigerungen. 1957 richtete der Trachtenverein Amerang das Gaupreisplatteln aus.Hinter dem Gasthaus

 

Rechl wurde eine Tanzbühne aufgestellt,  151 Einzelplatller und 15 Gruppen plattelten um die reichlich gespendeten Ehrengaben . Anfangs der 60iger Jahre wurde es immer schwieriger, Jugendliche für die Trachtensache zu gewinnen. Es dauerte fast zehn Jahre, bis sich wieder ein Dutzend junger Burschen zusammenfanden,um das Schuhplatteln zu erlernen. So ging man daran, das 50 jährige Gründungsfest zu organisieren. Da die alte Fahne von 1932 schon stark verschlissen war, entschloß man sich eine neue Fahne anzuschaffen. Das 50 jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe sollte am 10. und 11. Juli 1971 stattfinden. Bei dem gut besuchten  Heimatabend hielt sich die Stimmung zunächst in Grenzen, denn die Fahnenstickerei hatte die neue Fahne immer noch nicht angeliefert . Das Programm am Heimatabend ging schon seinem Ende entgegen und die Fahne war immer noch nicht da. Gegen 22 Uhr brandete großer Jubel im Festzelt auf, als die Fahnenstickerin endlich mit der neuen Fahne eintraf und Vorstand Hainz fiel ein zentnerschwerer Stein von Herzen. Am Festsonntag bewegte sich nach der Begrüßung der Vereine der Kirchenzug angeführt von der Festmusikkapelle Seebruck in Richtung Sportplatz wo der Festgottesdienst mit Fahnenweihe von Pfarrer Konrad Kronast  abgehalten wurde. Am Nachmittag führte dann der Festzug mit 1400 Trachtlern, sechs Musikkapellen und einigen Festwägen durch den Ort. Die Besucherzahl war auf Grund des sehr heißen Wetters nur mittelmäßig.
Ehrung 1979 Kurberl ChronikIn den folgenden Jahren kamen immer mehr Jugendliche zum Verein und die Jugendgruppe konnte ausgebaut werden. Da es mit den Almtänzen nicht mehr so richtig lief, entschloß man sich im Vodermaier Garten ein Sommernachtsfest abzuhalten. Es wurde eine Tanzbühne erstellt, wo Schuhplattler und Trachtentänze aufgeführt wurden. Die Veranstaltung kam sehr gut an und zog in den folgenden Jahren bis zu 800 Besucher an, wobei es oft zu lustigen Vorkommnissen  kam. 1976 konnte nach schwierigen Verhandlungen